Pressespiegel

Der Berliner Kurier schreibt von einer nervigen Debatte und fordert, das Tempelhofer Feld endlich in Ruhe zu lassen und nicht immer wieder die Frage neu zu stellen, ob das Tempelhofer Feld bebaut werden soll? Die Bürger hätten längst entschieden.

Am 24. Juni 2025 hat der Berliner Senat in einer Sitzung die Entscheidung getroffen, eine neue Wohncontaineranlage für Geflüchtete auf dem Tempelhofer Feld zu errichten.

Zwei Entwürfe mit Bebauung, vier ohne. Das Ergebnis ist eindeutig und ein Erfolg für unsere Initiative. Es ist auch ein Votum für den Erhalt des Tempelhofer Feldes. Dass der Senat drei Millionen Euro in den sogenannten Dialogprozess investiert hat, ist eine nicht zu rechtfertigende Geldverschwendung.

Der Tagesspiegel schreibt in einem Kommentar von Stephan Wiehler, man solle das Tempelhofer Feld frei lassen und Wohnungen besser  im Terminal bauen.

dérive N° 99 Apr - Juni 2025:

Die Einletung der Ausgabe spricht von Liebeserklärungen, auch an das Tempelhofer Feld in Berlin.

Die taz kommt mit dieser Überschrift und schreibt, dass der Senat 3 Millionen Euro für einen verkorksten Ideenwettbewerb für eine Bebauung des Tempelhofer Feldes ausgibt. Die erneute klare Ansage aus der Bevölkerung hielte den Senat nicht davon ab, das Verfahren fortzusetzen. Dabei mangele es in Berlin nicht an Bauland, sondern an der Umsetzung. Das zeige eindeutig der Stadtentwicklungsplan Wohnen, wonach es für 60.000 Wohnungen nicht realisierte Genehmigungen gebe. „Was wir im Wohnungsbereich aber vor allem haben, ist eine Bezahlbarkeitskrise“ wird Architekt Malte Wilms zitiert.

Friedrich Merz und Olaf Scholz wollen auf dem Tempelhofer Feld bauen. Die taz fragt, ob da eine Vorentscheidung gefallen sei und meint, dass auch eine Trotzreaktion denkbar sei, weil die Berlinerinnen und Berliner ja vielleicht allergisch auf die Einmischung aus dem Bund reagieren

Auch der BUND Berlin kämpft für die Freihaltung des Feldes: Statt weiter Energie und Geld für die Simulation entschlossenen Handelns in der Wohnungsfrage an einem untauglichen Exempel wie dem "Ideenwettbewerb Tempelhofer Feld"zu verschwenden, sollten Bund und Land endlich den ökologischen, klimatischen und sozialen Wert von Freiflächen wie dem Tempelhofer Feld anerkennen und das Wohnungsproblem auf vernünftige Weise lösen.

Der Tagesspiegel schreibt, Friedrich Merz’ Forderung nach schneller Bebauung des Tempelhofer Felds sei nichts als eine Nebelkerze. Wohnungsmangel und Probleme beim Neubau seien zu groß für plakative Ideen.