Gedenken zur Luftbrücke in Berlin bewusst verhindert

Rosinenbomber dürfen in Berlin nicht landen und nur vielleicht überfliegen. Geht es noch peinlicher? 
 
Berlin, Ort und Anlass der Luftbrücke, ist von der Landung der Rosinenbomber ausgeschlossen. Sowohl in Tegel als auch in Tempelhof. Der Überflug über Berlin ist bis zur letzten Minute ungewiss. 
 
Warum? Will es der regierende Bürgermeister nicht? Kann es sein, dass damit der zentralen Ort der Flugbrücke schon wieder zuviel positive Aufmerksamkeit erhält? Aufmerksamkeit für einen ehemaligen Flugplatz, der nach dem Willen des Regierenden längst Großbaustelle sein sollte? Aufmerksamkeit für einen Volksentscheid, der immer noch wie ein Stachel im Fleisch sitzt? Wenn Michael Müller gewollt hätte, hätten Rosinenbomber landen können. 
 
Der Verein Luftbrücke e.V. hatte schon vor Monaten dem Senat Überflug und Landung auf dem Tempelhofer Feld angeboten. Gedacht war dieses Event auch als starkes Zeichen gegen wieder aufflammenden Rechtspopulismus. Entscheidungen wurden vergezögert, es wurde hingehalten oder ausgesessen, bis auch die letzten Fristen für eine Realisierung einer Landung auf dem Tempelhofer Feld und in Tegel verstrichen waren. 
1948 wurde in 90 Tagen der Flugplatz Tegel gebaut und heute ist es nicht mal möglich innerhalb von einem halben Jahr eine Landegenehmigung für die Rosinenbomber zu bekommen. Was auf anderen deutschen Flugplätzen keine Schwierigkeit war - im Gegenteil mit großer Unterstützung umgesetzt wurde - wurde hier zur Dauerhängepartie und lässt die Berliner fassunglos zurück.
 
Schon am 12. Mai haben die Berliner gezeigt, wie wichtig ihnen das Jubiläum ist, wie präsent das Thema Luftbrücke in der Stadtgesellschaft verankert ist: knapp 50.000 Menschen besuchten das Luftbrückenfest. Nicht nur Berliner, sondern auch Gäste aus aller Welt kamen in die Stadt um dieser schwierigen Zeit zu gedenken.
 
Es gibt viele Gründe warum sich die SPD im Sinkflug befindet - hier kommt einer dazu.

Während wir die PM schreiben, fliegt ein Rosinenbomber über das Feld. Wer wusste davon?

 

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